Was aus den sozialen Projekten wurde

Was aus den sozialen Projekten wurde

Von Beginn an legte die Rallye Allgäu-Orient neben dem kulturellen Austausch in und mit den Ländern, die sie durchquert, einen Fokus auf den guten Zweck. Dabei arbeitet das OK-Team mit dem World Food Programm der Vereinten Nationen und auch sehr eng mit dem jordanischen Königshaus zusammen. Seit es die Rallye gibt (seit 2006), wurden unterschiedliche Ansätze verfolgt: Zum einen unterstützt die Rallye bereits bestehende Projekte, zum anderen wurden eigene Projekte iniitiert. Einen schönen Überblick über alle bisherigen Aktivitäten liefert die Allgäuer Zeitung in einem Artikel – wie sie im Vorspann formuliert, eine Art “Zwischenbilanz”.

Das Sympathische an den Ausführungen: Tiefschläge oder Aktionen, mit denen man Lehrgeld bezahlte, werden nicht ausgespart. Vielmehr belegen diese Beispiele, dass der gute Zweck einem Lernprozess gleicht und man häufig einen langen Atem braucht. Außerdem liest sich das sehr ehrlich, offen und transparent – gerade letzteres eines der am meisten strapazierten und seltenst eingehaltenen Eigenschaftswörter.

So war die Idee, eine Käserei nach Allgäuer Vorbild in die Wüste zu bauen, gar nicht so verkehrt und abstrus, wie es sich auf den ersten Blick liest. Doch gab es immer wieder Probleme mit der Hygiene. Dennoch blieb man hartnäckig dran, suchte nach Lösungen, sodass im Sommer 2010 der erste Käse produziert werden konnte.

Mit dem Sammeln von Kleidern allerdings haben die Rallye-Macher so schlechte Erfahrungen gemacht, dass man davon auf immer und ewig absieht: Peinlich sei es gewesen, so Wilfried Gehr, wie viel an zerrissenen alten Klamotten oder schmutziger Unterwäsche in die Hilfspakete für ein Flüchtlingslager nahe der syrisch/jordanischen Grenze gepackt worden war.

Trotz dieser “Ausrutscher”: Es gab und gibt viele positive Beispiele, die zum Weitermachen und Ideenentwickeln animieren. Der Rallye-OK-Chef Wilfried Gehr, ein kerniger Schwabe mit viel Bodenhaftung und nachweislich ohne Hang zum Melodramatischen, gestand einmal (heimlich) im persönlichen Gespräch: Als er dabei war, wie schwerhörigen Kindern in Jordanien von deutschen Spezialisten Hörgeräte angepasst bekamen und er in die freudestrahlenden Kindergesichtchen sah, da “habe sogar ich feuchte Augen bekommen”…

Schließlich werden wir nicht müde, darauf hinzuweisen, dass wir in diesem Jahr den Bau einer Nähschule zur Erweiterung eines Heimes für bedürftige Kinder und Jugendliche im syrischen Salamiyah unterstützen und wir dafür nach wie vor Geldspenden benötigen. Mit der Jürgen Wahn Stiftung arbeitet die Rallye übrigens nun auch schon eine Weile zusammen. “Die Stiftung ist ein absolut zuverlässiger Partner. Und jedes Jahr sehen wir, wenn wir mit der Rallye in Syrien Halt machen, was mit unseren Spenden vor Ort geschieht. Nicht, dass wir das überprüfen wollen. Aber auf diese Weise wird für uns die soziale Projektarbeit von etwas Theoretischem zu etwas sehr Praktischem und zu einer emotionalen Erfahrung.”

Wer also gerne etwas spenden möchte, kann dies wie folgt tun:

Überweisung an Jürgen Wahn Stiftung e. V., Stichwort „Syrien – Oriental Proms“, Sparkasse Soest, BLZ 41450075 Konto 22202.

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