Tag 3 – Wo bitte geht´s nach Mazedonien
21/05/2011
Unter dem Motto “Frühstück mit Breschnew” beenden wir unseren Aufenthalt im wohl skurrilsten Hotel der Rallye und machen uns auf den Weg gen Süden. Wir wollen durch den Kosovo und möglichst schon an diesem Abend mit den Griechen Sirtaki tanzen. Voraussetzung dafür ist eine Straßenkarte mit möglichst hoher Auflösung und die haben wir nicht. Damit gestaltet sich der Vormittag zur Schnitzeljagd: Wer findet die Straße Richtung Kosovo? Wir durchqueren die wohl landschaftlich schönste Gegend dieser Rallye und lernen einen Meister im Offroadfahren kennen. Misó verkauft uns nämlich einen neuen Kühlwasserschlauch, nachdem unserer bei einer Rast mitten in Montenegro zu platzen gedachte. Kaum hatten Balboa und Lennox den Schlauch notdürftig geflickt, bemerkte Li einen Platten hinten rechts. Nun gut, dann macht es doch Sinn, die Ersatzreifen auf dem Dach mitzuschleppen. Frisch saniert schaffen wir es gegen Mittag zur Grenze in den Kosovo. Jetzt heißt es: Knöpfe runter, Gaspedal durchdrücken und erst wieder halten, wenn wir Pristina erreicht haben. Ab dort besteht laut Reiseführer keine Gefahr mehr durch kriminelle Banden. In weniger als vier Stunden durchfliegen wir den Kosovo. Es wird auch heute Abend wieder spät und so erreichen wir gegen Mitternacht unseren anvisierten Übernachtungsplatz am Doiran See. Auf einer nassen Wiese schlagen wir unsere Zelte auf uns sind auch nicht überrascht, als es mitten in der Nacht anfängt, wie aus Kübeln zu regnen.