Tag 14 – Rallyefeeling und Schluss

Nach dem Boatpeople-Trip auf der Autofähre Tasucu landeten zumindest wir unbeschadet im Mersiner Hafen (keiner vom Oriental Proms Team wurde richtig seekrank; viele andere dagegen… aber lassen wir das…).

Das Ende von Champagne/Auto 3

Obwohl wir inzwischen nur auf Wasser und ein paar Stündchen auf türkischem Zyperngrund gewesen waren, hieß es für die Halter der Fahrzeuge mal wieder stundenlang Schlangestehen. Bei aller (großen, großen) Liebe zur Türkei: Die Grenzbürokratie ist ein Alptraum. Oder wir EUler sind nichts mehr gewohnt. Continue Reading →

Tag 13 – Mersin, Mersin, wir fahren nach Mersin

Israel wollte uns nicht nach Haifa fahren lassen, die ägyptischen Behörden verweigern die Einfahrt in den Hafen von Port Said. Was tun? Zurück nach Mersin in der Türkei ist die einzige Lösung. Für uns bedeutet dies: weitere 30 Stunden an Board der MS Lampedusa. Obwohl die Bedingungen an Board alles andere als komfortabel sind, halten die Teilnehmer der Rallye zusammen. An Deck der Autofähre finden sich jetzt, da wir wissen, wohin es geht, die Teams zusammen und genießen die letzten Stunden an Board dieses türkischen Seelenverkäufers. Continue Reading →

Tag 12 – Wo bitte geht´s nach Lampedusa

Ob wir tatsächlich, wie uns versichert wurde, mit der Fähre nach Ägypten unterwegs sind? Oder –  böses, böses  Bordgerücht! – doch auf Lampedusa landen? Die Szenerie auf der Fähre spricht für These zwei: Sämtliche Decks, wirklich jeder Winkel des etwas in die Jahre gekommenen Kahns, sind voll gepackt mit den notwendigsten privaten Dingen und Schlafsäcken, auf denen Menschen herumlungern.

Alles nur wegen Calypso

Die Stimmung ist teils locker, teils schicksalsergeben; manche sind ob der Umstände und den sich ständig ändernden Aussagen bezüglich Reiseroute und –dauer etwas angefressen: Ursprünglich war von zirka 22 Stunden die Rede, tatsächlich dauert die Fahrt in den Sinai 36 Stunden. Continue Reading →

Tag 11 – Zwischenstopp Zypern

Wir kommen unserem Ziel Schritt für Schritt näher. Lediglich ein Tag auf Zypern trennt uns noch von der Fahrt nach Israel. Wir kommen morgens in Girne an und schiffen erst einmal aus. Dazu geben alle Fahrer Ihre Pässe am Zoll ab und fahren mit den Fahrzeugen auf einen nahe gelegenen Parkplatz, am Abend erhalten wir die Dokumente beim Einschiffen wieder. Wir nutzen den 6stündigen Zwischenstopp für eine kurze Erholung und nehmen nicht am ambitionierten zypriotischen Rahmenprogramm (Inselrundfahrt, Ansprachen etc.) teil. Continue Reading →

Tag 10 – Standing Ovations für das Oriental Proms Team

Unglaublich, aber wahr: Wir haben es trotz aller Widrigkeiten auf dıe Fähre nach Zypern geschafft! Wır mussten unter höchstem Zeitdruck ein Auto reparieren und zıg Behördengänge erledigen. Dafür pendelten zwei von uns mehrmals eıne einfache Strecke von 190 km, während die anderen abschleppten, schraubten und um das Überleben von Auto 2 kämpften.

Als wäre der erreichte Härtegrad noch nicht hoch genug, kamen on top 13/14 Stunden Wartezeıt ın Tasucu/Türkei, um auf dıe Fähre nach Zypern zu kommen. Es herrschte eın grosses Chaos, keıner kannte das Prozedere hundertprozentıg, man informierte sich gegenseitig, so gut es eben ging zwischen verschiedenen Anlegestellen.

Dass teils Unsicherheıt darüber herrscht, welcher Schritt als nächster kommt, lıegt unter anderem an der Kurzfristigkeıt der Dınge: Bis vor zwei Tagen war eine Fährroute über İsrael im Gespräch. Erst gestern fiel die Entscheidung für den Weg über den Sinai/Ägypten. Das heisst: Auch das OK erfuhr es nicht früher. Wie ınformiert man dann hundert verstreute Teams zum Beıspiel über neue Abfahrtszeiten? Keine leichte Aufgabe. Continue Reading →

Tag 9 – Schicksalstag mit Totalschaden

Der Tag beginnt mit Sonnenschein. Das hätte uns stutzig machen sollen. Denn dieser Tag wird den Rest der Rallye für uns ändern. Totalschaden. Das hört sich schlimm an und ist es auch. Die gute Nachricht: Wır sind heil davon gekommen. Zwei von uns haben leichte Blessuren. Wir haben ein Auto weniger, das ruht nun auf dem Autofriedhof zu Adana.

Wir waren auf der Schnellstrasse Richtung Mersin unterwegs, als uns eın türkischer Fahrer von links kommend in dıe Fahrbahn rollte. Ja rollte. Es bestand keine Chance, rechtzeitıg zu bremsen oder auszuweichen: Auto 1 krachte auf den türkischen Wagen. Auto 2 fuhr in Auto 1. Auto 3 kam noch rechtzeitıg zum Halten. Ruckzuck bildete sich eine türkische Menschentraube, ın nullkommanichts waren Polizeı, Militaer und Krankenwagen zur Stelle. Eine Frau und  Teammitglied Joel Ouis mussten ins Krankenhaus (auch der Frau geht es gut). Continue Reading →

Tag 8 – zur syrischen Grenze nach Midyat

Ein fürstliches Frühstück bei offenem Feuer im Sofa Hotel stimmt uns siegessicher. Jetzt noch nach Midyat an der syrischen Grenze und dann ab in den Hafen nach Mersin. Wie immer begleitet uns unser treuer Freund, der Regen. Auf halber Strecke halten wir an einem Restaurant an der Straße und werden von einem deutsch sprechenden Türken zu Käsefisch überredet. Gestärkt machen wir uns auf die weiteren 400 Kilometer in den östlichsten Teil der Türkei. Während der gesamten Fahrt sehen wir kein weiteres Rallyeteam. Später bestätigen sich unsere Vermutungen, dass die meisten Teams direkt nach Mersin gefahren sind und dort zwei ruhige Tage am Strand verbringen. Doch der Ehrgeiz, alle Aufgaben des Roadbooks zu bewältigen, treibt uns weiter durch einsame Gegenden in Richtung mittlerer Osten. Continue Reading →

Tag 7 – Massenstart nach Kayseri

Mit einem spektakulären Massenstart im Hippodrom nach Le Mans Manier beginnt die Fahrt nach Kapadokien. Unser Team schert als drittes in die erste Kurve nach der Startgeraden ein und steuert zielsicher Richtung Osten. Auf dem Weg zum Etappenziel in Kayseri durchqueren wir spektakuläre Landschaften und lassen es uns nicht nehmen, einen Abstecher in die Felsstadt Göreme zu machen. Dort leben noch heute Menschen in Höhlenwohnungen, wovon sich Balboa, Li und Lennox auch gleich persönlich überzeugen. Während der Weiterfahrt liest Holifeld im Lonely Planet, dass Kayseri eigentlich nur hässlich sei, und bietet uns Avanos als Alternative an. Continue Reading →

Tag 6 – Ankara, wir kommen!

Mit dem Regen fahren wir heute morgen nach Ankara. Unser Ziel: auf einer Burg in Ankara müssen wir eine Gözleme-Wirtin finden und ein Foto mit ihr und dem Team machen. Gözleme sind eine Art Pfannekuchen, die nach Belieben gefüllt werden. Eine Burg ist ein altes…., aber lassen wir das. Schön, dass auf unserer Karte keine Burg in Ankara eingezeichnet ist. Nach gefühlten 120 Tips ansässiger Verkehrsverführer irren wir im Konvoi durch den Markt der Altstadt, nur Zentimeter trennen unsere Autos von Gewürzkörben, Kleiderständer und Petersilienstauden. Continue Reading →

Tag 5 – Über den Bosporus

Ein regnerischer Morgen erwartet uns auch am fünften Tag der Rallye. Nach einer Ansprache irgendeines türkischen Offiziellen, den Grußworten von Sultan Ahmed und der Bekanntgabe durch das deutsche OK, dass ein Weg nach Jordanien gefunden sei, machen sich die 600 Rallyeteilnehmer im Konvoi auf den Weg zur Bosporusfähre. Unser Guide Ozzy lenkt uns auf der asiatischen Seite gekonnt zum Fenerbahce Stadion, in dem wir nicht nur eine offizielle Wimpelübergabe mit einem Vereinsoffiziellen machen, sondern uns auch erbärmlich bei dem Versuch blamieren, den Fenerbahce Fansong vorzusingen. Aber so sind die Challanges in unserem Roadbook eben. Apropos Roadbook: Während wir nun schon den sechsten Tag auf der Straße sind, sollte man vielleicht mal Außenstehenden erklären, was es mit dem Roadbook auf sich hat – der Bibel eines jeden Teams. Continue Reading →