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Music was my first love

Die Night of the Proms ist ein in Europa einzigartiges Musik-Event. Seit 1994 begeistert die Show eine stetig wachsende Fangemeinde in Deutschland. Hier begegnen sich Klassik und Pop, Arie und Charthit, Anzug und Lederjacke, Stilettos und Chucks – Tschaikowsky trifft auf Boy George. Wie kaum eine andere Veranstaltung steht die Night of the Proms für den Brückenschlag zwischen musikalischen Welten. Genau diese außergewöhnliche Mischung hebt sie von klassischen Konzerten ebenso ab wie von reinen Pop-Shows und verleiht ihr ihren unverwechselbaren Erlebnischarakter. Dass sich Jahr für Jahr mehr als 150.000 Menschen ihre Tickets bereits im Vorverkauf sichern – oft lange bevor die auftretenden Stargäste bekannt sind – zeugt vom über Jahrzehnte gewachsenen Vertrauen der Fans in die Qualität und Magie dieser besonderen Show.

Dabei versteht sich der Tourneeveranstalter keineswegs als Missionar für klassische Musik. „Unser Credo lautet: das Beste aus 300 Jahren populärer Musik“, beschreibt der in München ansässige Veranstalter die Grundidee des Konzepts. Entscheidend ist dabei weder das Genre noch der Komponist – im Mittelpunkt steht Musik, die begeistert und die zu ihrer jeweiligen Zeit ein breites Publikum erreicht hat oder noch erreicht. „Betrachtet man die Aufzeichnungen über das Leben Mozarts, lassen sich zahlreiche Parallelen zu heutigen Popstars erkennen“, erklärt Jan Vereecke, Erfinder der Night of the Proms. Genau aus diesem Spannungsfeld lebt die Night of the Proms: aus der Verbindung von musikalischer Exzellenz, zeitloser Popularität und der Erkenntnis, dass große Musik schon immer Menschen bewegen wollte – unabhängig von Epoche oder Stil.

Klassik muss nicht trocken sein
„Wer auch immer behauptet hat, dass Klassik trocken und ernst sein muss, hat unrecht“, sagt Jan Vereecke. „Wir brechen seit nunmehr 40 Jahren europaweit mit fast allen Regeln eines klassischen Konzerts – und werden seitens der Besucher mit einer so großen Begeisterung belohnt, dass es einfach nicht falsch sein kann“, ergänzt Lukas Hohmeyer, Produzent der deutschen Night of the Proms. „Durch uns sind in den vergangenen Jahren über zehn Millionen Besucher mit klassischer Musik in Berührung gekommen, die sonst vielleicht nie ein klassisches Konzert besucht hätten.“ Bei der Night of the Proms herrscht Partystimmung vom ersten Ton an: Weil alle Besucher die Melodien kennen, wird mitgesungen und mitgeklatscht, viele Paare entschließen sich spontan zu Tanzeinlagen im Innenraum der riesigen Hallen. „Wer eine solch bei klassischen Konzerten äußerst rare, offen gezeigte Begeisterung einmal selbst miterlebt, kann davon nicht unbeeindruckt bleiben“, schwärmt Hohmeyer.

Bester Konzertsound
Der natürliche Klang jedes einzelnen Instruments verändert sich durch technische Verstärkung. Der Sound eines Orchesters in einem kleinen Konzertsaal ist daher nicht mit dem Konzerterlebnis der Night of the Proms vergleichbar. Um dennoch eine möglichst authentische Klangwiedergabe zu erzielen, arbeiten die Toningenieure der Proms seit vielen Jahren an einem eigenen Tonabnehmersystem, das kontinuierlich weiterentwickelt und verfeinert wurde.Im Gegensatz zu vielen anderen Produktionen wird bei der Night of the Proms jedes Instrument separat mikrofoniert. Da der Chef-Toningenieur am Mischpult in der Halle naturgemäß nur zwei Hände hat, erfolgt die erste Klangbearbeitung bereits hinter der Bühne: Mehrere Techniker mischen dort die einzelnen Instrumentengruppen vor und leiten deren Summen an das Hauptmischpult weiter.Dieser hochkomplexe Prozess geschieht in Bruchteilen einer Sekunde – mit dem Ergebnis einer kraftvollen, zugleich aber außergewöhnlich natürlichen Wiedergabe des Orchesterklangs, die den besonderen Charakter der Night of the Proms entscheidend mitprägt.

Wenn Licht Klang wird
Während ein traditionelles Klassikkonzert auf jegliche Form von Showeffekten verzichtet, präsentieren die Proms ganz großes Kino. Die Lichtshow der Night of the Proms gehört zu den am aufwändigsten inszenierten Lichtshows der internationalen Tourneeszene. Unser Lichtdesigner verbringt mit seinem Team mehrere hundert Stunden im Jahr mit der Vorbereitung der Tournee. Das Lichtdesign ist exakt auf die dreieinhalbstündige Show abgestimmt und unterstützt durch anspruchsvollste Lichtstimmungen das musikalische Geschehen auf der Bühne. „Wir können durch den Einsatz modernster Lichttechnik natürlich die Stimmungen der einzelnen klassischen Werke genau so unterstützen, wie dies bei Pop- und Rockkünstlern ganz selbstverständlich erwartet wird“, so Dirk Hohmeyer. Die Aufgabe, eine spannende und effektvolle Inszenierung zu schaffen, werde dabei von Jahr zu Jahr nicht einfacher. „Wir haben in den vergangenen Jahren die Latte sehr hoch gelegt und wollen natürlich unserem Publikum, das zu über 80 Prozent aus „Wiederholungstätern“ besteht, jedes Jahr etwas Neues, noch Besseres bieten.“